Alle Artikel in: Fotografie

Sri Lanka: Was vom Paradies noch übrig ist (2)

Am Fenster ziehen dicke Hügel aus saftigem Grün vorbei, so weit das Auge reicht, sehe ich Teeplantagen. In allen Schattierungen leuchtet das Grün, hoch und runter, immer das Gleiche und doch anders. Die Strecke von Ella nach Kandy ist eine der schönsten Zugstrecken überhaupt. Auch nach Stunden wird es nicht langweilig, aus dem Fenster zu sehen. Immer wieder tauchen Verkäufer mit frittierten Irgendwas-Bällchen auf, ab und zu ziehen Straßen vorbei, Menschen winken. Unterwegs kommen wir an ein paar Bahnübergängen vorbei, an denen Anwohner die Schranke selbst öffnen und schließen müssen -mit den Händen, denn eigentlich ist es keine Schranke, sondern nur ein alter Holzpfahl. Ich steige in Haputale aus, es regnet den ganzen Tag. Am nächsten Morgen stehe ich um halb 5 auf, klettere in ein TukTuk und mache mich auf den Weg zu Lipton’s Seat. Am Anfang fliegt das TukTuk nur so dahin, schwerelos und elfengleich. Je weiter wir den Berg erklimmen, desto schwerfälliger wird das TukTuk. Es knattert und ächzt, zwischendrin knallt es. Plötzlich hält der Fahrer an, weil der Tank leer ist, also laufe ich die letzten …

Wanderung auf Brava

Cabo Verde: Bravas schönste Bucht

Es ist schon dunkel, als wir die Fähre in Brava verlassen. Alle nacheinander, über eine aus altem Holz gebastelte Brücke, die knarrt und ächzt und unter den vielen Menschen beachtlich schwankt. Am Ende der wackelnden Holzbrücke steht Joe. Er nimmt meine Hand und ruft: „Ihr zarten Europäer!“ -man sieht mir wohl an, dass ich mein Abendessen nur mit Mühe und Not in mir behalten konnte. Vom Hafen aus führt eine schmale Straße in engen Kurven den Berg hoch. Im Scheinwerferlicht sehe ich Hunde, die am Straßenrand oder auf Mauern schlafen. Je höher wir kommen, umso windiger wird es. Wir tauchen ein in dicken Nebel, lassen ihn hinter uns um wenige Minuten später durch eine Wolke hindurch zu fahren. Wir sind oben angekommen: Vila Nova Sintra, die Inselhauptstadt Bravas, thront über (fast) allem. Noch 20 Minuten fahren wir, jetzt wieder bergab, und ich bin froh, dass es dunkel ist. Immer wieder rutscht das Auto auf losem Geröll, rollt in jeder Kurve zu nah an den Abhang, der sich erst zeigt, wenn es schon fast zu spät ist. Straßenbeleuchtung …

Fototagebuch: In Kuba ist alles möglich

Die Zeit scheint nur so zu verfliegen, seit ich reise. Neue Orte, neue Menschen. neue Kulturen, neues Essen und neue Sprachen. An manchen Tagen wache ich morgens auf und weiß nicht, welcher Tag es ist oder wo ich bin. An manchen Tagen wache ich auf und wäre gerne woanders. Heute ziehen draußen dicke, graue Wolken vorbei, und obwohl ich ihn noch nicht spüre, kann ich ihn riechen: Der Regen wartet nur darauf, uns die Pläne für den Tag zu versauen. Vereinzelt fallen Tropfen, ein leichter Wind kommt auf. Wenn ich die Augen schließe, bin ich ganz weit weg. Dort, wo die Sonne scheint. Dort, wo man Pommes aus süßen Kartoffeln macht und mit der Pferdekutsche durch die Gegend fährt. Am besten beobachtet man das bunte Treiben Havannas am Malecón. Den ganzen Tag über finden sich hier Leute: Manche ruhen sich aus, andere suchen Krabben oder tun einfach nichts.Wenn es abends langsam dunkel wird, erwacht Havanna. Die Atmosphäre ändert sich, es wird lebhafter und bunter. Menschen tanzen, trinken Rum und genießen ihr Leben.   Viñales -das grüne Herz Kubas …

Lanzarote: Verliebt im Jardin del Cactus

Kakteen sind Überlebenskünstler, trotzdem hat bei mir noch nie einer überlebt. Im Jardin del Cactus, dem Kaktusgarten in Guatiza auf Lanzarote, finden sie aber alle einen Weg, zu wachsen. Alleine oder in Gruppen, in der Sonne oder im Schatten. Manche haben riesige Stacheln, andere ganz weiches Fell. Sie kommen aus der ganzen Welt, manche stammen aus Peru, andere aus Mexiko oder Bolivien. Es gibt Kaktusbäume und solche, die flach am Boden wachsen. Es gibt welche, die sehen aus wie Schlangen mit Bart und riesigen Augen und oder sind kugelrund. Sie haben Blätter und Blüten, manchmal sogar Früchte, die aussehen wie kleine Himbeeren. Und plötzlich mag ich Kakteen, bin verliebt in die stacheligen Kugeln, würde sie gerne mitnehmen. Vielleicht würde ja doch einer überleben… Der Kaktusgarten ist übrigens eines der letzten Werke von César Manrique und wie ein Amphitheater angelegt. Die Stufen und Wege sind aus Vulkanstein gefertigt und vor dem Eingang steht ein acht Meter hoher Kaktus aus Metall.  

Fototagebuch: British Columbia und Alberta

  Sich verlaufen, verlieren lassen, es wird dunkler, plötzlich ist das Stille. Ein mulmiges Gefühl im Bauch, ein knackender Zweig. Ist das ein Bär? Bow Lake, Alberta. Peyto Lake, Alberta Mt. Athabasca, Alberta   Mit dem Wasserflugzeug über die Inseln vor Vancouvers Küste. Ein Traum!