Alle Artikel in: Kuba

Fototagebuch: In Kuba ist alles möglich

Die Zeit scheint nur so zu verfliegen, seit ich reise. Neue Orte, neue Menschen. neue Kulturen, neues Essen und neue Sprachen. An manchen Tagen wache ich morgens auf und weiß nicht, welcher Tag es ist oder wo ich bin. An manchen Tagen wache ich auf und wäre gerne woanders. Heute ziehen draußen dicke, graue Wolken vorbei, und obwohl ich ihn noch nicht spüre, kann ich ihn riechen: Der Regen wartet nur darauf, uns die Pläne für den Tag zu versauen. Vereinzelt fallen Tropfen, ein leichter Wind kommt auf. Wenn ich die Augen schließe, bin ich ganz weit weg. Dort, wo die Sonne scheint. Dort, wo man Pommes aus süßen Kartoffeln macht und mit der Pferdekutsche durch die Gegend fährt. Am besten beobachtet man das bunte Treiben Havannas am Malecón. Den ganzen Tag über finden sich hier Leute: Manche ruhen sich aus, andere suchen Krabben oder tun einfach nichts.Wenn es abends langsam dunkel wird, erwacht Havanna. Die Atmosphäre ändert sich, es wird lebhafter und bunter. Menschen tanzen, trinken Rum und genießen ihr Leben.   Viñales -das grüne Herz Kubas …

Viñales: Der Wilde Westen Kubas

Im Viñales Tal westlich von Havanna fand ich endlich das Kuba, das ich gesucht hatte. Grün, grün, grün. In allen möglichen Schattierungen, überall. Unterbrochen von Feldern mit roter Erde, und hin und wieder ein kleines kubanisches Haus in einer wunderbar knalligen Farbe. Eine kleine Straße führt den Berg hinauf, wird immer enger und kurvenreicher. Hinter den Palmen am Wegesrand sieht man Felder, die sich aneinander reihen: Tabak. Ein kleines Schild weist den Weg zu einer prähistorischen Felswand. Dort angekommen erlebe ich gerade noch, wie ein paar kubanische Cowboys die Touristen einladen, an ihrem Cowboy-Wettbewerb teilzunehmen. Um Fässer reiten, ein kleines Wettreiten um die große Wiese und zur Auswahl stehen Ochsen und Pferde. Da bin ich natürlich dabei und entscheide mich, nachdem ich zumindest einmal auf dem Ochsen saß, natürlich für ein Pferd. Gewonnen habe ich aber nicht… Danach gab es für alle Anwesenden Mittagessen in einer großen Holzhütte. An langen Tischen reihte sich Tourist an Tourist, und das Menü war super. Gegrilltes Schweinefleisch, Reis mit schwarzen Bohnen, irgendein komisches Wurzelgemüse aus Brasilien (nicht lecker!) und Schokoladenpudding. …

Cayo Saetía: Sonne und Safari

Da ich schon nicht die Flamingos auf Cayo Coco sehen konnte, wollte ich unbedingt nach Cayo Saetía. Kuba kommt landschaftlich wohl nirgends so nah an eine Steppe heran wie auf Cayo Saetía. Das ist auch der Grund, warum Zebras, Antilopen und Vogelsträuße eingeflogen wurden. Das einzige Hotel auf der Insel bietet Lodges, eine Suite und auch Jeep-Safaris. Die Zebras wollte ich unbedingt sehen, und auch Antilopen finde ich toll, also buchte ich eine Safari-Tour für den späten Nachmittag. Besser hätte es nicht sein können, denn kurz vor Sonnenuntergang ist wohl die beste Zeit für eine Safari. Neben Antilopen und Zebras überraschte mich der Park noch mit einem Krokodil und einer Giraffe! Die Giraffe war definitiv das Beste an der ganzen Safari, obwohl ich es ziemlich schade finde, dass es nur eine gibt. Über Gesellschaft würde sie sich bestimmt freuen… Was ich gar nicht mag, sind Vögel. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich Angst vor allen Vögeln habe, die größer sind als Spatzen. Am schlimmsten sind Tauben. Aber auch vor Vogelsträußen habe ich Angst. So überraschte …

Havanna: Musik, Meer und Malecón

Havanna ist eine Stadt mit eigenem Charme. Ich sitze am Malecón, schaue auf die vielen bunten Häuserfassaden, die herrschaftlichen Kolonialbauten, von denen die meisten zerfallen. Hinter mir das Meer. Am Malecón treffen sich die Leute: Junge, Alte, Pärchen und Verlassene.  Am Malecón ist man nicht allein. Als die Sonne untergeht, werden es immer mehr. Sie sitzen auf der Mauer, schauen auf das Meer, lachen, unterhalten sich, manche schlafen eine Runde auf dem warmen Stein. Straßenmusiker sorgen für gute Laune, es wird getanzt, gesungen und getrunken. Hier gilt die Regel: Musik + Rum = Fiesta, und jeder hält sich daran. Eine Gruppe Jugendlicher setzt sich zu mir, sie machen sich darüber lustig, dass ich in die falsche Richtung schaue. „Alles klar, sprechen Sie deutsch?“, ruft mir einer zu. „Alles klar, alles klar!“, stimmen die anderen mit ein. Ich sitze am Malecón, vor mir liegt der Golf von Mexiko und hinter mir zerfallen die Fassaden Havannas wie in Zeitlupe. Kuba verwirrt, verführt und ist unvergleichlich. Es ist wunderschön und ärmlich zugleich, die Menschen sind freundlich und offen, …