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Niederlande: Der Hafenkran von Harlingen

Ein kleines, verschlafenes Städtchen namens Harlingen. Das Wattenmeer. Er steht auf langen, schmalen Beinen grazil auf dem Kai, zieht alle Blicke auf sich, die blaue Fassade leuchtet in der Sonne: Der Havenkraan van Harlingen. Schon der Weg nach oben ist ein Abenteuer. Mit zwei Aufzügen, einer schmaler als der andere, fahren wir erst zu einer Plattform zwischen den vier Beinen, und dann weiter in einem schmalen Rohr, in dessen Mitte sich eine Metallstange befindet. Es ist gerade genug Platz, sich zwischen Außenwand und Stange zu platzieren, bedient wird der Aufzug mit Schaltern am Boden. Drei Leute passen zusammen hinein, aber nur ohne Gepäck. Und wenn man die Augen schließt, dann kann man sich einreden, man sei in einem Raumschiff gelandet. Oder in einem U-Boot. Man braucht hier keinen Scotty. Der soll sich selbst irgendwohin beamen. Als der Aufzug sich langsam nach oben arbeitet, spüre ich die warme Luft, die von oben in den Aufzug strömt. Kurz darauf sind wir im ehemaligen Maschinenraum des Hafenkrans angekommen. Es ist eng, ja. Aber die 60 Kubikmeter warten nur darauf, entdeckt …